Kommunalwahl: Mehr Frauen auf die Liste

Über mutige Politikerinnen der ersten Stunde

Das Brazilkino zeigte am Sonntag eine Sondervorführung des Dokumentarfilms „Die Unbeugsamen“.

 

 

Vor nahezu vollbesetztem Saal führte Dr. Julia Frank in das Thema des Films ein. © Mayr, Thomas

Schwäbisch Gmünd.
Auf der Leinwand sorgt die Grünen-Politikerin Waltraud Schoppe gerade mit ungeschminkten Worten über Vergewaltigung innerhalb der Ehe für Johlen und Toben im Plenarsaal des Bundestags. „Was für eine mutige Frau“, flüstert eine ältere Dame in der vorletzten Reihe des Zuschauerraums. Das Brazilkino in Schwäbisch Gmünd zeigte am Sonntagvormittag den Dokumen-tarfilm „Die Unbeugsamen“.


Authentische Bilder
Eingeladen zu dieser Sondervorführung hatten die Friedrich-Naumann-Stiftung, der Kreisfrauenrat Ostalb sowie die Gmünder Volkshochschule. Vor nahezu vollbesetztem Saal führte Dr. Julia Frank in das Thema des Films ein. „In authentischen Bildern und Interviews mit Akteurinnen wird die damali-ge Wirklichkeit in der Politik gezeigt“, erzählte die Programmmanagerin der Friedrich-Naumann-Stiftung, die sich selbst jahrelang in Gemeinderat, Kreisrat und Regionalversammlung engagierte. Regisseur Torsten Körner zeige, wie die ersten Politikerinnen in der Bonner Republik dafür kämpf-ten, die im Grundgesetz verankerte Gleichstellung von Mann und Frau in der parlamentarischen Realität umzusetzen. „Es ist interessant, dass die Aufnahme dieses Paragrafen 1949 nicht der Einsicht der männlichen Kollegen geschuldet war, sondern von den vier Frauen im Parlament durchgeboxt werden musste“, erinnerte Frank. Dabei sei der Gleichstellungsanspruch auf „eine völlig unvorberei-tete Gesellschaft“ getroffen.

„Angenehm und attraktiv“
In der Nachkriegszeit habe eine starke Sehnsucht nach Normalität und Ordnung geherrscht. In der Arbeitswelt und Politik, in den Medien und in der Familie hätten die Männer die Hosen angehabt. Frauen sei nur ein Ziel zugeschrieben worden: den Mann zufriedenzustellen. „Eine Frau sollte ange-nehm, attraktiv, vornehm und schweigsam sein“, zählte Frank auf, wobei ein Schmunzeln durch das Kinopublikum ging. „Ob das den Frauen passte, spielte damals eine untergeordnete Rolle.“ Aller-dings dürfe man sie nicht nur als Opfer sehen.


„Auch viele Frauen hielten an dieser sozialen Ordnung fest.“ Die keineswegs eine natürliche sei: „Die biologische Unterscheidung zwischen Männer und Frauen nimmt sich vergleichsweise klein aus.“ Vielmehr sei der Missstand ein soziales Konstrukt, das täglich von beiden Seiten neu konstruiert werde. „Bis heute ist die gleichberechtigte Teilhabe nicht erreicht.“

Im Dokumentarfilm erzählen Persönlichkeiten wie Rita Süssmuth, Herta Däubler-Gmelin, Renate Schmid, Marie-Elisabeth Klee, Christa Nickels oder Ursula Männle von ihren Erlebnissen besonders in den 1970er und 1980er-Jahren. Ausschnitte aus Reden im Bundestag von Waltraud Schoppe, Aenne Brauksiepe oder Hildegard Hamm-Brücher, aber auch von Helmut Kohl oder Heiner Geißler ergänzen die Eindrücke. Ingrid Matthäus-Maiers Aufstieg und Austritt aus der FDP wird gezeigt, ebenso wie die Schicksale der Grünen-Politikerin Petra Kelly und Kanzlergattin Hannelore Kohl.

„Die Unbeugsamen“ läuft aktuell im Programmkino Brazil, Hirschgässle 7.
Cornelia Villani
 

Muttertagsgruß des Kreisfrauenrates Ostalb

Schwäbisch Post 11.05.2021

Gratulanten bei Annemarie Engelhardt 

Unsere Patin vom Kreisfrauenrat Ostalb e.V. Annemarie Engelhardt feierte
Anfang März 2021 ihren 80. Geburtstag

 

Zu einem kurzen Corona konformen Gratulations-Besuch waren Dr. Julia Frank, 1. Stellv. Sprecherin und
Margot Wagner, Sprecherin vom Kreisfrauenrat bei Annemarie Engelhardt vorbeigeschneit.
Trotz schlechten Wetters haben wir Annemarie unser aller guten Wünsche überbracht.

 

v.l.: Dr. Julia Frank, Annemarie Engelhardt, Margot Wagner

Kabarett mit Kopf, Herz, Hand & Fuß

Derweil ist nicht nichts passiert.... 
Landtags- und Bundestagswahlen stehen an!
 

Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Trier-Saarburg und der Gleichstellungsbeauftragen der Landkreise Bernkastel-Wittlich und Eifelkreis Bitburg-Prüm hat Marlies Blumes sechs kleine, aber sehr feine Videoclips zum Wahljahr 2021 entstanden.
Es stehen ja Landtags- und Bundestagswahlen an.
Die Videos sind für Wählerinnen – und natürlich auch für Wähler!
Schauen Sie doch mal rein! Über ein Weiterverteilen würde ich mich sehr freuen!
Ich finde, diese Botschaften müssen in die Welt hinaus. 

Das Video findet Ihr unter diesem Link
Stell Dir vor, es ist Wahl und keine geht hin – Teil 1: Ja, ich will! - YouTube

 

Viele weiter sehenswerte Video von Marlies Blume findet Ihr auf Ihrer Homepage unter Marlies Blume

Parität und Wahlen

Es gibt geeignete Frauen, die sich zur Wahl stellen!

Wir Frauen im Ostalbkreis erwarten überparteilich, dass nun nachdem das Landtagswahlrecht nicht geändert wurde, die Frauen, die sich zur Verfügung stellen auch nominiert und gewählt werden und zwar von Frauen
und Männern.

Diesmal gibt es keine Ausrede - denn wer Frauen will muss auch Frauen wählen!!!

Der Kreisfrauenrat ist auf ihre Mitgliedsfrauen und Kreis- und Gemeinderätinnen Martina Häusler,
Dr. Carola Merk-Rudolph und Daniela Dinser stolz. Diese drei Frauen wollen von ihren Partien als
Bewerberinnen für das Landtagsmandat nominiert werden. Dr. Carola Merk-Rudolph im Wahlkreis Aalen
und Martina Häusler und Daniela Dinser im Wahlkreis Schwäbisch Gmünd.
 

v.l. Martina Häusler Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Carola Merk-Rudolph SPD, Margot Wagner Kreisfrauenrat, Daniela Dinser CDU

Gegen Prostitution -

Gewalt passt nicht zur Menschenwürde!

Das Ostalb-Bündnis gegen Menschenhandel und (Zwangs-)Prostitution fordert ein Sexkaufverbot nach Nordischem Modell!

Für Vielfalt! Für Demokratie!

Gegen rechte Gewalt!

Aktionen der Omas gegen Rechts in der Aalener Innenstadt am 9. Mai 2020

Besuch der Vorstandsfrauen vom Kreisfrauenrat im Miedermuseum Heubach

Verabschiedung von Angelika Möricke mit bestem Dank für Ihre Arbeit im Vorstand des Kreisfrauenrat Ostalb e.V.

Wanderausstellung "Mütter des Grundgesetzes" - Eröffnung am 29.4. im Rathaus Ellwangen

weitere Stationen: Wört 19.07.-15.08., Spraitbach 16.08.-12.09., Heubach 17.09.-24.10., Oberkochen 25.10.-20.11., Ulm 22.11.- 19.12.2019, Neresheim 06.01.-31.01.2020

Der Kreisfrauenrat Ostalb e.V., Dr. Julia Frank, konnte die überparteiliche Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ in Kooperation mit dem Helene Weber-Kolleg "Frauen Macht Politik" in den Ostalbkreis holen.
 
Die Ausstellung "Mütter des Grundgesetzes" wurde am Montag 29. April 2019 um 19.00 Uhr in Ellwangen im Foyer des Rathauses eröffnet.

Dr. Julia Frank hat im Namen des Kreisfrauenrats begrüßt und in die Ausstellung eingeführt. Oberbürgermeister Karl Hilsenbek begrüßte als Kooperationspartner u.a. die Gäste in seinem Hause.
Die Ausstellung war im Ellwanger Rathaus bis 15. Mai 2019 zu sehen.

Die Ausstellung "Mütter des Grundgesetzes" würdigt das politische Engagement der vier weiblichen Mitglieder des Parlamentarischen Rates Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel, die 1949 die Verankerung der Gleichberechtigung im Grundgesetz erkämpften, und zeigt anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Frauenwahlrecht" Wegmarken des Kampfes um Frauenrechte auf.

Auf 17 Roll Ups werden Lebensbilder der vier Mütter des Grundgesetzes gezeigt. Mit Art. 3, Abs. 2 – "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" wurde 1949 ein Anspruch formuliert, es handelte sich keineswegs um eine Aussage über die gesellschaftliche Realität. Die Verankerung dieser Formulierung im Grundgesetz traf zunächst auf massiven Widerstand. Ohne das Engagement der vier Frauen im Parlamentarischen Rat und der vielen Frauen, die sich in der Öffentlichkeit für die volle Gleichberechtigung stark machten, wäre es zu dieser Formulierung nicht gekommen.
Sie stellt zudem einen Bezug zur heutigen Situation von Frauen in der Politik her.
2019 wird in der gesamten Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai an die Unterzeichnung des Grundgesetzes im Jahre 1949 erinnert. 100 Jahre Frauenwahlrecht haben wir bereits am 12. November 2018 gefeiert. Bei einem Comedy-Abend am 19.01.2019 erinnerten wir daran, dass am 19. Januar 1919 die erste Wahl stattfand, an der Frauen wählen konnten.

 

Die Mütter des Grundgesetzes 1949 (v.l.n.r.): Helene Wessel, Helene Weber, Frieda Nadig und Elisabeth Selbert, Foto: Bestand Erna Wagner-Hehmke, Haus der Geschichte, Bonn
 

 

Der Kreisfrauenrat ermöglicht den Städten und Gemeinden oder interessierten Institutionen im Ostalbkreis die Ausstellung kostenlos zu buchen (wobei eine Spende jederzeit willkommen ist.) Kontakt unter info@kreisfrauenrat-ostalb.de
Es sind noch wenige Termine frei.

Ausstellung im Gymnasium in Heubach

Kreisfrauenrat Ostalb als Blaupause für tunesische kommunale Mandatsträgerinnen

Frauennetzwerke in Tunesien. Sechste von rechts Dr. Julia Frank

Frauennetzwerke als Schlüssel zu mehr gelebter Demokratie

Kreisfrauenrat Ostalb als Blaupause für tunesische kommunale Mandatsträgerinnen

Allen Bemühungen zum Trotz sind Frauen in politischen Gremien in Deutschland nach wie vor stark unterrepräsentiert. Diesen Zustand insbesondere auf kommunaler Ebene zu ändern haben sich im Jahr 2013 Bürgerinnen und Organisationen unserer Region zum „Kreisfrauenrat Ostalb“ zusammengeschlossen. So entstand ein Netzwerk, das mit seinen Forderungen und Vorschlägen auf der politischen Ebene Gehör findet und in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Und nicht nur hier: In der jungen tunesischen Demokratie diskutieren kommunale Mandatsträgerinnen am Vorbild des Kreisfrauenrats Ostalb, wie durch eine Vernetzung der Einfluss von Frauen bei politischen Entscheidungen gestärkt werden kann.

Bedingt durch Vorgaben des tunesischen Wahlrechts haben Frauen bei der Kommunalwahl in letzten Jahr zwar
47 % der Mandate errungen – für deutsche und nicht zuletzt auch baden-württembergische Verhältnisse, wo es in Oberkochen sogar einen frauenfreien Gemeinderat gibt, eine geradezu traumhafte Quote. Aber weder die  Frauen noch die Männer in diesem vorherrschend patriarchalisch geprägten Land waren auf eine solche Präsenz vorbereitet. Als Einzelkämpferinnen lässt sich diese Situation nicht verbessern, zur Netzwerkbildung fehlen den Frauen aber Vorbilder.
Die vor Ort tätige, dem Bundesentwicklungshilfeministerium unterstehende „Gesellschaft für industrielle Zusammenarbeit“ (GIZ) bot ihre Hilfe an. Auf ihre Einladung hin diskutierten drei Vertreterinnen des bundesweiten frauenpolitischen „Helene-Weber-Netzwerks“ – unter ihnen die Lorcherin Dr. Julia Frank – mit tunesischen Mandatsträgerinnen, wie der Aufbau eines solchen Frauennetzwerks in Tunesien gelingen könnte – entweder als nationale Lösung „von oben“ oder als regionale Lösung „von unten“.
Als stellvertretende Vorsitzende des Kreisfrauenrats Ostalb konnte Julia Frank sehr konkrete Vorschläge für eine Lösung „von unten“ machen und vorhandene Materialien dieses Gremiums überreichen. Es wurde die Idee ins Spiel gebracht, nach diesem Vorbild ein regionales Netzwerk in Tunesien mit Unterstützung des Helene-Weber-Netzwerks aufzubauen – quasi ein deutsch-tunesisches Netzwerk. 

Der Gedankenaustausch wurde von allen Teilnehmerinnen als so vielversprechend angesehen, dass er weiter fortgeführt werden soll.

 

Marktplatzaktion Ellwangen zur Kommunalwahl 2019

„Frauen! Was muss sich ändern, wenn es besser werden soll?“ - Kreisfrauenrat stellt Ergebnisse vor

Vom 23. November bis zum 14. Dezember 2018 führte der Kreisfrauenrat mit Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten des Ostalbkreises und der LandFrauen Kreisverbände Aalen Ostalb und Schwäbisch Gmünd eine Befragung durch. Alle Frauen im Ostalbkreis waren zur Teilnahme aufgerufen.

 

Jetzt wurden die Ergebnisse der Studie veröffentlicht.

 

Nähere Infos und das Ergebnis der Studie finden Sie im Bereich "Themen - Was Frauen wollen".

Übergabe der Studie an Landrat Klaus Pavel                                                     Quelle: Landratsamt Ostalbkreis

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