Kommunalwahl: Mehr Frauen auf die Liste

Wanderausstellung "Mütter des Grundgesetzes" - Eröffnung am 29.4. im Rathaus Ellwangen

weitere Stationen: Wört 19.07.-15.08., Spraitbach 16.08.-12.09., Heubach 17.09.-24.10., Oberkochen 25.10.-20.11., Ulm 22.11.- 19.12.2019, Neresheim 06.01.-31.01.2020

Der Kreisfrauenrat Ostalb e.V., Dr. Julia Frank, konnte die überparteiliche Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ in Kooperation mit dem Helene Weber-Kolleg "Frauen Macht Politik" in den Ostalbkreis holen.
 
Die Ausstellung "Mütter des Grundgesetzes" wurde am Montag 29. April 2019 um 19.00 Uhr in Ellwangen im Foyer des Rathauses eröffnet.

Dr. Julia Frank hat im Namen des Kreisfrauenrats begrüßt und in die Ausstellung eingeführt. Oberbürgermeister Karl Hilsenbek begrüßte als Kooperationspartner u.a. die Gäste in seinem Hause.
Die Ausstellung war im Ellwanger Rathaus bis 15. Mai 2019 zu sehen.

Die Ausstellung "Mütter des Grundgesetzes" würdigt das politische Engagement der vier weiblichen Mitglieder des Parlamentarischen Rates Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel, die 1949 die Verankerung der Gleichberechtigung im Grundgesetz erkämpften, und zeigt anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Frauenwahlrecht" Wegmarken des Kampfes um Frauenrechte auf.

Auf 17 Roll Ups werden Lebensbilder der vier Mütter des Grundgesetzes gezeigt. Mit Art. 3, Abs. 2 – "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" wurde 1949 ein Anspruch formuliert, es handelte sich keineswegs um eine Aussage über die gesellschaftliche Realität. Die Verankerung dieser Formulierung im Grundgesetz traf zunächst auf massiven Widerstand. Ohne das Engagement der vier Frauen im Parlamentarischen Rat und der vielen Frauen, die sich in der Öffentlichkeit für die volle Gleichberechtigung stark machten, wäre es zu dieser Formulierung nicht gekommen.
Sie stellt zudem einen Bezug zur heutigen Situation von Frauen in der Politik her.
2019 wird in der gesamten Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai an die Unterzeichnung des Grundgesetzes im Jahre 1949 erinnert. 100 Jahre Frauenwahlrecht haben wir bereits am 12. November 2018 gefeiert. Bei einem Comedy-Abend am 19.01.2019 erinnerten wir daran, dass am 19. Januar 1919 die erste Wahl stattfand, an der Frauen wählen konnten.

 

Die Mütter des Grundgesetzes 1949 (v.l.n.r.): Helene Wessel, Helene Weber, Frieda Nadig und Elisabeth Selbert, Foto: Bestand Erna Wagner-Hehmke, Haus der Geschichte, Bonn
 

 

Der Kreisfrauenrat ermöglicht den Städten und Gemeinden oder interessierten Institutionen im Ostalbkreis die Ausstellung kostenlos zu buchen (wobei eine Spende jederzeit willkommen ist.) Kontakt unter info@kreisfrauenrat-ostalb.de
Es sind noch wenige Termine frei.

Ausstellung im Gymnasium in Heubach

Kreisfrauenrat Ostalb als Blaupause für tunesische kommunale Mandatsträgerinnen

Frauennetzwerke in Tunesien. Sechste von rechts Dr. Julia Frank

Frauennetzwerke als Schlüssel zu mehr gelebter Demokratie

Kreisfrauenrat Ostalb als Blaupause für tunesische kommunale Mandatsträgerinnen

Allen Bemühungen zum Trotz sind Frauen in politischen Gremien in Deutschland nach wie vor stark unterrepräsentiert. Diesen Zustand insbesondere auf kommunaler Ebene zu ändern haben sich im Jahr 2013 Bürgerinnen und Organisationen unserer Region zum „Kreisfrauenrat Ostalb“ zusammengeschlossen. So entstand ein Netzwerk, das mit seinen Forderungen und Vorschlägen auf der politischen Ebene Gehör findet und in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Und nicht nur hier: In der jungen tunesischen Demokratie diskutieren kommunale Mandatsträgerinnen am Vorbild des Kreisfrauenrats Ostalb, wie durch eine Vernetzung der Einfluss von Frauen bei politischen Entscheidungen gestärkt werden kann.

Bedingt durch Vorgaben des tunesischen Wahlrechts haben Frauen bei der Kommunalwahl in letzten Jahr zwar
47 % der Mandate errungen – für deutsche und nicht zuletzt auch baden-württembergische Verhältnisse, wo es in Oberkochen sogar einen frauenfreien Gemeinderat gibt, eine geradezu traumhafte Quote. Aber weder die  Frauen noch die Männer in diesem vorherrschend patriarchalisch geprägten Land waren auf eine solche Präsenz vorbereitet. Als Einzelkämpferinnen lässt sich diese Situation nicht verbessern, zur Netzwerkbildung fehlen den Frauen aber Vorbilder.
Die vor Ort tätige, dem Bundesentwicklungshilfeministerium unterstehende „Gesellschaft für industrielle Zusammenarbeit“ (GIZ) bot ihre Hilfe an. Auf ihre Einladung hin diskutierten drei Vertreterinnen des bundesweiten frauenpolitischen „Helene-Weber-Netzwerks“ – unter ihnen die Lorcherin Dr. Julia Frank – mit tunesischen Mandatsträgerinnen, wie der Aufbau eines solchen Frauennetzwerks in Tunesien gelingen könnte – entweder als nationale Lösung „von oben“ oder als regionale Lösung „von unten“.
Als stellvertretende Vorsitzende des Kreisfrauenrats Ostalb konnte Julia Frank sehr konkrete Vorschläge für eine Lösung „von unten“ machen und vorhandene Materialien dieses Gremiums überreichen. Es wurde die Idee ins Spiel gebracht, nach diesem Vorbild ein regionales Netzwerk in Tunesien mit Unterstützung des Helene-Weber-Netzwerks aufzubauen – quasi ein deutsch-tunesisches Netzwerk. 

Der Gedankenaustausch wurde von allen Teilnehmerinnen als so vielversprechend angesehen, dass er weiter fortgeführt werden soll.

 

Marktplatzaktion Ellwangen zur Kommunalwahl 2019

„Frauen! Was muss sich ändern, wenn es besser werden soll?“ - Kreisfrauenrat stellt Ergebnisse vor

Vom 23. November bis zum 14. Dezember 2018 führte der Kreisfrauenrat mit Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten des Ostalbkreises und der LandFrauen Kreisverbände Aalen Ostalb und Schwäbisch Gmünd eine Befragung durch. Alle Frauen im Ostalbkreis waren zur Teilnahme aufgerufen.

 

Jetzt wurden die Ergebnisse der Studie veröffentlicht.

 

Nähere Infos und das Ergebnis der Studie finden Sie im Bereich "Themen - Was Frauen wollen".

Übergabe der Studie an Landrat Klaus Pavel                                                     Quelle: Landratsamt Ostalbkreis

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