Kommunalwahl: Mehr Frauen auf die Liste

aakademie und Kreisfrauenrat überbringen Muttertagwünsche im Schönbornhaus

Neben den Musikern ist links Mehtap Derin, Vorsitzende vom aakademie e.V. Aalen und daneben Margot Wagner, Sprecherin vom Kreisfrauenrat zu sehen.

Wir aakademie und Kreisfrauenrat haben den Bewohnerinnen und Bewohnern vom Schörnbornhaus in Ellwangen sehr viel Freude am Muttertag bereitet.

Von der aakademie kamen die drei Musiker mit, die Lieder vortrugen wie "Lobet, lobet den Herrn",  "Meine Mami" und weiteren Lieder, deren Text vom Türkischen auch gleich ins Deutsche übersetzt wurde. 

Bei herrlichem Sonnenschein haben die Seniorinnen und Senioren im Rahmen ihrer Möglichkeiten gerne mitgesungen, geschunkelt und mitgeklatscht. Besonders schön war für uns Veranstalterinnen, dass auch das eine oder andere Lächeln auf den Gesichtern zu sehen war. 

Wie schon im vergangenen Jahr in Aalen haben wir, Kreisfrauenrat und aakademie eine Blumentorte für die Mütter, Omas und alle BewohnerInnen vom Schönbornhaus in Ellwangen überreicht. 

 

Herzliche Einladung zu unseren Veranstalungen am 10. Mai 2022

GEWALT GEGEN FRAUEN UND MÄDCHEN

Vortrag - Theaterstück - Diskussion

Einladung zur Online-Podiumsdiskussion:


Online-Podiumsdiskussion zum Thema Equal Pay Day


Termin : 28.03.2022, 19:00 Uhr

Referentinnen:
Anne Nitschke, Diplom-Sozialwissenschaftlerin und Leiterin von Frauen und Beruf Ostalbkreis
Edna Kropp, Expertin für Künstliche Intelligenz 
Heike Fiestas, Erste Vorsitzende Business & Professional Women Stuttgart
Ana Requesens Moll, Leiterin Keb Ostalbkreis als Moderatorin. 

Kosten: kostenfrei
Anmeldung bis Montag 28. März um 12:00 Uhr einfach online hier

Veranstalter ist die katholische Erwachsenenbildung Ostalbkreis in Kooperation mit Business & Professional Women Stuttgart und Kreisfrauenrat Ostalbkreis.
 
Zum Thema: 
Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt 18 Prozent weniger als
Männer (Statistisches Bundesamt, Jahr 2020).
Rechnet man diesen Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen somit jährlich 66 Tage umsonst. 


Der Gender Pay Gap macht vor der Digitalisierung nicht halt, da der mittlere Verdienstunterschied in den
IT-Berufen bei 7 Prozent liegt. Geschlechtergerechtigkeit in der Digitalisierung drückt sich nicht nur in der Entlohnung aus. Wesentlich sind Internetzugang, Nutzung und Gestaltung von Digitalisierung und die Wahrnehmung von Frauen in der Digitalisierung. Auch Künstliche Intelligenz (KI) kann Frauen diskriminieren solange KI-Software mit Datensammlungen trainiert wird, die vorhandene Vorurteile und Klischees der Gesellschaft enthalten.

Was sind die Ursachen für das geschlechtsspezifische Lohngefälle in Deutschland? 
Wie wirkt sich dieses geschlechtsspezifische Lohngefälle auch auf den digitalen Bereich aus? 
Was unternimmt Equal Pay Day, um diese Situation zu ändern? 
 

Warum Frauen einfach mehr wagen sollten

Weltfrauentag Top-Mangerin Antia Alonso spricht über Frauen in          MINT-Berufen, Familie und Arbeitsverteilung.

Aalen. Frauen sind unterdurchschnittlich vertreten in sogenannten MINT-Berufen – MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.  Die Physikerin und Top-Managerin Antia Alonso ist eine von ihnen
und sprach online über Beruf, Karriere und Familie. 
 
Eingeladen hatten die katholische Erwachsenenbildung (keb), der Kreis-frauenrat Ostalb sowie Business Professional Women Stuttgart im Rahmen
des Programms zum Weltfrauentag. 
 
Antia Alonso kommt aus Spanien, hat Physik studiert und leitet einen Geschäftsbereich der Zeiss-Unternehmensgruppe. Aktuell trägt sie Verantwortung für 150 Mitarbeitende. Im Gespräch mit Birgit Elsasser (keb) erzählt sie von ihrem Werdegang. Sie sei in einer „ganz normalen“ Familie groß geworden. Frauen und Männer hätten gearbeitet. „Man brauchte zwei Gehälter. Jeder musste seinen Beitrag leisten, um Chancen für seine Kinder zu bieten“, sagt sie. 
 
Was öffnet mir mehr Türen, bietet mehr Möglichkeiten? Das war die Frage, die sie sich stellte, als sie sich für
ein Studium entscheiden sollte. Sie wählte Physik, obwohl sie auch in Literatur gut gewesen sei. „Eine gewisse Abenteuerlust war schon dabei“, erinnert sich Antia Alonso. 
 
Werden Frauen im naturwissenschaftlichen Bereich ernst genommen, wie geht man mit Grenzen um? „Jeder stößt an Grenzen“, sagt die Physikerin, „man muss fokussiert sein und klare Ziele haben.“ Man solle offen sein für unterschiedliche Kulturen und Probleme nicht zu persönlich nehmen. 
 
Birgit Elsasser bringt die gesellschaftliche Prägung Westdeutschlands ins Spiel, die Erwartungshaltung, dass Frauen für die Familienarbeit und die Männer für die Finanzierung zuständig sind. Beziehungsweise Frauen parallel zum Beruf die Familie managen. „Wenn wir intelligente Menschen sind, hinterfragen wir den Status quo“, sagt Alonso. „Man hat immer eine Wahl. Das ist Freiheit.“ Es gebe Frauen, die gern zu Hause bleiben,
aber auch Männer, die gern in Teilzeit arbeiten würden. „Jeder nach seinen Skills und Interessen.“ Man müsse sich fragen, was einen zufrieden macht. „Wenn ich immer gemacht hätte, was mir gesagt wurde, dass ich tun soll, wäre ich nicht da, wo ich bin“, sagt die Mutter eines Sohnes. Sie plädiert dafür, Entscheidungen als Familie zu treffen sowie Hilfe anzunehmen und diese als Investition zu sehen. 
 
Was hält sie von dem Modell Teilzeit für alle? Grundsätzlich finde sie Teilzeit für Frauen und Männer gut, weil
sie Flexibilität in bestimmten Lebensphasen biete. Aber nicht als generelles Modell. „Weil wir damit nicht die Gesellschaft voranbringen, die ja mit anderen Gesellschaften konkurriert“, erklärt Alonso. Sie warnt vor der „Teilzeitfalle“ und rät Frauen diesbezüglich, auch an den Fall einer Scheidung oder die Rente zu denken. 
 
Einige der 20 zugeschalteten Teilnehmerinnen melden sich mit Fragen zu Wort. Eine Gymnasiallehrerin beklagt, dass Mädchen nach wie vor herkömmliche Wege in der Berufswahl gehen. Es sei schwer, sie für MINT-Berufe zu begeistern. Mädchen bräuchten Vorbilder, sagt die Pädagogin. Antia Alonso zeigt sich bereit, in die Schule kommen.⋌Beate Krannich

 

Pflege: Angehörige fordern Unterstützung

Bundestagsabgeordnete Dr. Inge Gräßle hört Frauen aus dem Gesprächskreis zu.

Von Sylvia Möcklin

 

Aalen - Es gibt viele Menschen, die zuhause einen ihrer Angehörigen pflegen. Doch ist wenig von ihnen zu hören. „Pflegende Angehörige laufen unterm Radar“, weiß die Supervisorin Christine Class. Mehr noch: „Das jetzige System ist für pflegende Angehörige unfair“, sagt Dr. Inge Gräßle. Daran soll sich etwas ändern. Als einen Schritt auf diesem Weg hat Christine Class die Bundestagsabgeordnete zu einer Gesprächsrunde eingeladen, in der Betroffene erzählen, was sie leisten und was ihnen fehlt. Engagiert mit dabei: Margot Wagner vom Kreisfrauenrat Ostalb.

Annegret Schatz, 68 Jahre alt, hat aufgeschrieben, was sie nicht aussprechen kann: „Das bin ich: pflegende Angehörige, in ständiger Sorge und Fürsorge um meinen an Parkinson erkrankten Mann, ständig zu Hause, am Abgrund stehend einer vor sich hin kriechenden, ausweglosen Krankheit, ... ,gefangen in der Hilflosigkeit der Abhängigkeit, nach glücklichen Jahren, mutlos, kraftlos, traurig - sieht man mir das an?“

Ihr Text ist für den Deutschen Katholikentag vom 25. bis 29. Mai in Stuttgart gedacht, ebenso wie andere kreative Werke von Frauen aus dem Gesprächskreis für pflegende Angehörige, den Christine Class leitet und
der von der katholischen Sozialsta-tion Sankt Martin getragen wird.

Vier der Frauen sind an diesem Vormittag gekommen. Sieglinde Abele, 60, pflegt ihren Mann, der mit 50 Jahren erkrankte und heute dement ist. Rita Groß, 73, kümmert sich um ihre Mutter, die in diesem Jahr 100 wird. Irmgard Schlotterer, 72, pflegt ihren Mann, der vor rund 20 Jahren bei einem schweren Verkehrsunfall ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat. Sie hat für den Katholikentag ein Bild mit einer strahlenden Sonne vor düsterem Hintergrund gemalt: „Egal, wie schwarz es drumherum ist“, erklärt sie den anderen: „Die Sonne
geht jeden Morgen wieder auf. Das trägt mich.“

Ihr Bild zeigt, wie viel Kraft pflegende Angehörige brauchen. Sie fragen sich, warum dazu äußere Strukturen kommen müssen, die ihnen die Pflege noch erschweren. „Wenn man viel Geld hat, kann man die häusliche
Pflege wunderbar einrichten“, sagt Annegret Schatz. Man könne Leute ins Haus holen, die die Pflege übernehmen. Doch klaffe die Schere auseinander zwischen denen, die solche Leistungen mühelos bezahlen könnten und denen, die das Meiste selbst verrichten. Wie niederdrückend es ist, wenn Staat und Versicherungen die Leistung der pflegenden Angehörigen zu gering schätzen, kommt an diesem Morgen zur Sprache.

Es beginne mit der finanziellen Bevorzugung der Pflegeheime. „Ich verstehe das nicht“, sagt Annegret Schatz. „Nur, wenn ich meinen Partner ins Pflegeheim bringe, erhalte ich Geld von der Pflegekasse. Wenn ich ihn zuhause pflege, aber nicht.“ Stattdessen müssten pflegende Angehörige Hilfeleistungen aus fünf verschiedenen Töpfen beantragen und oft genug gegen deren Ablehnung Widerspruch einlegen, ergänzt Christine Class. Ihrer Würde entspräche, wenn die Leistungen zusammengefasst würden und sie selbst entscheiden könnten, was ihre jeweilige Situation unterstützt. „Man muss zu Hinz und Kunz, um aus jedem Fördertopf etwas zu beantragen, weiß oft nicht, an wen man sich wenden kann, und muss alles erfragen“, bestätigt Rita Groß. „Und wenn morgens eine Pflegekraft fürs Waschen ins Haus kommt, wird mir das von meinem Pflegegeld abgezogen, obwohl ich trotzdem 24 Stunden lang da bin“, ergänzt Annegret Schatz. „Diese Gesetzgebung ist unverständlich.“

Die Pflegeheime seien finanziell bessergestellt, bestätigt Margot Wagner: „Pflegende Angehörige fallen unter
den Teppich, weil sie keine Lobby haben.“ Stattdessen schaffe die Politik mit ihrer Gesetzgebung einen „Zug ins Heim“, und das, obwohl rund 80 Prozent der Menschen im Pflegefall eigentlich lieber zuhause bleiben würden. Sie organisiere damit auch selbst den Mangel an Pflegeplätzen mit, sagt Inge Gräßle. Um das zu ändern, müsste man die häusliche Pflege besser stellen, also ihren finanziellen Anteil „gewaltig erhöhen“. Große Chancen räumt die Politikerin diesem Ansinnen im Bund nicht ein: Die Kosten der Coronapandemie ließen kaum Spielraum.
Für eine Zusammenfassung der verschiedenen Hilfeleistungen einzutreten nahm die Bundestagsabgeordnete dagegen als Auftrag aus dem Gespräch mit, ebenso wie einen Wunsch, den Annegret Schatz aussprach: „Dass die Pflegenden in eigener Verantwortung entscheiden, für was sie die Hilfsgelder ausgeben, sei es fürs Vorlesen oder eine polnische Hilfskraft.“

Unterschiedliche Erfahrungen haben die Betroffenen mit einer 24-Stunden-Pflegekraft im Haus gemacht. „Mit rund 3000 Euro im Monat kostet das fast so viel wie ein Heimplatz“, sagt Annegret Schatz. Inge Gräßle, die das Thema häusliche Pflege auch persönlich berührt, erlebt Positives: „Ohne die hingebungsvolle Pflege unserer
Polin würde meine fast 92-jährige Mutter nicht mehr leben.“ Eine Neuregelung der 24-Stunden-Pflege, an der
die Koalition in Berlin arbeite, sieht sie äußerst kritisch. „Sie ist gut gemeint, um Schwarzarbeit zu bekämpfen und gute Arbeitsbedingungen zu schaffen, macht das Modell aber unmöglich“, so Inge Gräßle. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts steht der Mindestlohn auch ausländischen Betreuungskräften zu, sowohl tagsüber als auch nachts. Für einen Pflegebedürftigen zuhause müssten drei Pflegekräfte im Schichtdienst beschäftigt werden. Auch die Kosten würden sich damit verdreifachen. Kommt die Neuregelung, so Gräßle, bedeute sie für die 24-Stunden-Pflege in der Praxis das Aus.

Ob mit Pflegekraft im Haus oder ohne: Bei manchen pflegenden Angehörigen schmilzt mit der Zeit das Ersparte „wie Butter in der Sonne“ - gerade, wenn mit dem Ehemann der Hauptverdiener zum Pflegefall geworden ist
und die Ehefrau für seine Pflege ihre eigene Berufstätigkeit aufgibt. Erst, wenn vom Vermögen nur noch 5000 Euro auf dem Konto sind, springe das Sozialamt ein, bestätigt Inge Gräßle. Zwar stehe im Koalitionsvertrag, das Schonvermögen solle erhöht werden. Doch bezweifelt die Abgeordnete, dass es in der derzeitigen Finanzlage so kommt. Damit würden pflegende Angehörige zu Sozialfällen gemacht, kritisiert Irmgard Schlotterer. In der Folge sei auch die Rente betroffen: Es bestehe die Gefahr, dass pflegende Angehörige, zumeist die Frauen, in Alters- armut fielen. Gräßle kann nur zustimmen und ergänzen: „Braucht ein Elternteil die Pflege, ist es oft das elterliche Haus, das „draufgeht“. Sie rät zur Beratung. „Jeder Fall ist hier ein Einzelfall, jeder muss damit zum Spezialisten gehen.“

Dieser Rat steht im Gegensatz zu einem Wunsch, der alle Gesprächsteilnehmerinnen umtreibt: eine einzige Anlaufstelle zu schaffen, bei der pflegende Angehörige sich umfassend beraten lassen könnten, statt „von Pontius zu Pilatus zu laufen“, formuliert es Christine Class. Sie plädiert außerdem für eine „aufsuchende Struktur“ für ältere pflegende Angehörige, also dass ein Berater in die Familie komme. Einen Lobby-Verein für pflegende Angehörige, den Margot Wagner anregt, gibt es mit dem Verein „Wir pflegen“ bereits: allerdings noch nicht in Baden-Württemberg. „Die Strukturen sind da. Wir bräuchten nur Personen, die das hier machen“, wirbt Christine Class.
Auch Sieglinde Abele hat ein Vorhaben. Sie hat erkannt, dass die Tagespflege in ihren Strukturen hauptsächlich auf gebrechliche Menschen ausgerichtet ist. Deshalb möchte sie eine Betreuungsgruppe für mobile Demente wie etwa ihren eigenen Mann aufbauen. Nach 45 Jahren Berufstätigkeit sei ihre Rente sicher, die Kinder aus dem Haus, sie könne für ihn da sein. „Ich will das alleine schaffen.“ Doch ein paar Stunden gebe sie ihren Mann in die Tagespflege, „denn ich brauche auch Zeit für mich“.

Inge Gräßle hört sich alle Forderungen an. Nicht allen räumt sie politische Chancen ein, verspricht aber, sich für die Stärkung der häuslichen Pflege einzusetzen und die Frauen über den Stand der Debatte in der Koalition auf dem Laufenden zu halten: „Ich bin auf Ihrer Seite.“

 

Gewalt ist keine Privatsache 

Wir wollen Frauen und Mädchen die Gewalt erfahren eine Stimme und ein Gesicht geben!
 

Wichtig ist nicht wegzuschauen, sondern Zivilcourage zeigen, Betroffenen Hilfe anbieten und sich selbst über Hilfsangebote informieren. 
„Du darfst dir Hilfe suchen“ so die Botschaft an Frauen und Mädchen mit Gewalterfahrung. „Es steht dir einfach zu, dir helfen zu lassen. Auch in dieser Situation, wo man das nicht schafft.“ 

Mit dem Programmkino, Kino am Kocher in Aalen, hatte am 24.11.2021 der Kreisfrauenrat mit den Kooperationspartnerinnen zum Kinoabend eingeladen. Alle die mit einem orangen Kleidungsstück kamen, wurde die Eintrittskarte geschenkt. Orange ist die Farbe die Terres des Femmes dem Internationalen Aktions- und Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ zuordnet. Bei ihrer Begrüßung betonte Margot Wagner, Sprecherin Kreisfrauenrat Ostalb e.V. die Notwendigkeit, ein öffentliches Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Anna-Lena Mutscheller, zukünftige Chancengleichheitsbeauftragte bei der Stadt Aalen betonte ebenfalls, dass die Öffentlichkeit wegen zunehmender Gewalttaten wachgerüttelt werden muss.
Aalen beleuchtet als Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen das Rathaus in orange.

In dem Film WOMAN, der im Kino gezeigt wurde, sprechen 2000 Frauen über physische und psychische Gewalterfahrung die ihnen widerfahren sind. Beeindruckt von dem Mut und der Stäke die die Frauen in dem sehr sehenswerten Film zeigen, hatten die Kinobesucherinnen Bedarf sich anschließend nach dem im Film Berichteten auszutauschen und mehrere Gruppen standen oder saßen zusammen.

 

In Aalen hatten aakademie e.V., Soroptimist International Aalen/Ostwürttemerg, der Kreisfrauenrat und die orange gekleideten Kinobesucherinnen zusammen mit ein paar Männern die „stille orangene Demo“ abgehalten. Mehtap Derin von aakademie e.V. in Aalen brachte in ihrem Statement die Situation einer in der Türkei verhafteten krebskranken Lehrerin zum Ausdruck. Auch prangerte sie an, dass in der Türkei das Istanbul-Übereinkommen zurückgenommen worden ist. Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zielt darauf, Frauen vor allen Formen vor Gewalt zu schützen und Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Die Konvention wurde am 11. Mai 2011 vom Europarat in Istanbul verabschiedet und wird daher Istanbul-Konvention genannt. Mit dem Plakat „Respekt den man lernen kann“ der Soroptimistinnen und dem Infoplakat „Wir brechen das Schweigen“ mit der Nummer des Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 vom Kreisfrauenrat wurde die Demo abgerundet.

Fahnen als Zeichen gegen Gewalt an Frauen.
 

Danke an Oberkochen!
Durch die Initiative von unserem Gründungsmitglied vom Kreisfrauenrat, Gerda Böttger aus Oberkochen, hat Herr Bürgermeister Traub sich spontan zum Mitmachen bei dieser gemeinsame Aktion Fahnen gegen Gewalt an Frauen entschieden. 

„Der Kreisfrauenrat setzt zusammen mit dem Landrat, den Bürgermeisterinnen und Bürger-meistern ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen im Ostalbkreis. Die Fahne vor den Behörden steht und weht für ein freies Leben ohne Gewalt an Frauen und Mädchen“ so der Text im Veranstaltungsheft zum 25.11.2021.

Die blaue Fahne „NEIN zu Gewalt an Frauen, frei leben ohne Gewalt“ von terre des femmes haben auch gehisst, das Landratsamt Ostalb, Stadt Aalen, Stadt Ellwangen, Stadt Schwäbisch Gmünd, Gemeinde Mutlangen und die Gemeinde Spraitbach. Danke allen dafür.

Die meisten Gemeinden haben in ihren Amtsblättern kurz über die Aktion berichtet. Auch dafür danke.
Im kommenden Jahr hoffen wir auf noch mehr fahnenhissende Gemeinden und Städte im Ostalbkreis.

Wir sagen ebenfalls Danke...
Herr Bürgermeister Schurr für die tolle Aktion. Danke, dass Sie und die Gemeinde Spraitbach mitmachen.
Danke an Doris Kurz, Vorstandsfrau im Kreisfrauenrat, für die Initiative, auch in Spraitach eine Fahne "NEIN zu Gewalt an Frauen" zu hissen.
Danke Carmen Venus für die Idee, mehr Gemeinden anzusprechen und die Fahne zur Verfügung zu stellen.

 

Mitgliederversammlung 2021 

Am 4. Oktober fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt. Hier ein paar Eindrücke unseres Treffens mit anschließender Ladies Night.
 

Sozialdezernentin Julia Urtel begrüßt die Mitglieder

Ein Dankeschön von Frau Dr. Julia Frank
 

Maria Sinz KAB, beratendes Vorstandsmitglied dankt dem Vorstand und stellt Antrag auf Entlastung. 

 

 

Kassenprüferin Angelika Schmid gibt grünes Licht für die Entlastung

 

 

Ehrung für unsere Patin Frau Annemarie Ehrhardt - KFR - Ostalbfrauen im Fokus


Im Rahmen der Mitgliederversammlung habe wir unsere Patin Frau Annemarie Ehrhardt für ihr herausragendes Engagement für eine gleichwertige Teilnahme von Frauen an den sozio-ökonomischen Ressourcen der Gesellschaft geehrt.

 

KFR-Vorsitzende Margot Wagner hält die Laudatio für Annemarie Ehrhardt.

 

Unsere Patin ist dankbar für die Ehrung und betont die Wichtigkeit Frauen in öffentliche Ämter zu bringen.

 

 

Laudatio des Kreisfrauenrat Ostalb für Annemarie Ehrhardt
 

Liebe Annemarie Engelhardt,
liebe Annemarie,

 
wir Frauen vom Kreisfrauenrat sind sehr glücklich, dass wir dich als unsere Ideengeberin und Patin in unseren Reihen haben. Als erste Frau von der Ostalb ehrt dich der Kreisfrauenrat mit dem von uns eigens für Ostalb-Frauen kreierten Format „KFR - Ostalb-Frauen im Fokus“. 


Beginnen will ich mit deiner für uns wichtigsten Idee, einen Kreisfrauenrat auf der Ostalb zu gründen. Du hast es bereits vor 20 Jahren versucht. Erst als du mir 2012 die Idee und einen Flyer aus Bruchsal in die Hand gedrückt hast, fand ich zunächst bei der Frauen Union Ostalb, deren Vorsitzender Maria Harsch-Bauer und dann bei Ingrid Krumm unserer damaligen Frauenbeauftragten Mitkämpferinnen.


Als wir dann am 11. Oktober 2013 den Kreisfrauenrat Ostalb e.V. gegründet haben, war klar, dass du unsere Patin bist. Seither unterstützt und begleitest du deinen Kreisfrauenrat. Wir alle hier danke dir dafür.

Dein ganzes bisheriges 80jähriges Leben hast du dich für Frauen und Familien engagiert.
Über 50 Jahren bist du in zahlreichen kommunalen Gremien und ehrenamtlichen Ämtern aktiv gewesen.

1970 zogst du in den Kreistag Aalen/später Ostalb ein. Bis 1984 hast du dich dort u.a. als sozialpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende im Sozialausschuss engagiert.

Der „Familienpass“, die Aktion „Mehr Platz für Kinder“ und das „Mutter und Kind-Programm“ zur Unterstützung von Alleinerziehenden wurde von dir wegweisend für ganz Baden-Württemberg und sogar bundesweit initiiert. Das Bundesverdienstkreuz war dein Lohn dafür.


In der CDU hat du 1969 den Arbeitskreis „Frau und Politik“ gegründet und mehrere Jahre die Kreisfrauen-vereinigung geführt. Lange Jahre warst du Bezirksvorsitzende der Frauen Union Nordwürttemberg in der ich mehrere Wahlperioden mit dir zusammenarbeiten durfte. Du warst stellvertretende Landesvorsitzende der Frauen Union Baden-Württemberg und warst im Bundesvorstand der Frauen Union Deutschland. 

Weitere Akzente hast du als stellvertretende Bezirksvorsitzende der CDU Nord-Württemberg gesetzt.

Beim Bund der Katholischen Jugend in Wernau hast du dich als junge Frau für die Erholung und Stärkung vor allem für junge oder aus belastete Lebenssituationen kommende Familien eingesetzt. Ich durfte dabei sein als du für deine Vorstandsarbeit beim Familienerholungswerk der Diözese Rottenburg 2017 von Bischof Gebhard Fürst in Rottenburg das Ehrenzeichen „pro ecclesia et pontifice“ erhalten hast. Als Sozialpädagogin und Bildungsreferentin war dieser Ehrenpreis für deine Verdienste für die Rolle der Frau in der Gesellschaft und für die Stärkung von Familien in ihrem Alltag. Dieses Engagement war dir auch noch als Mutter von sechs Kindern herausragend wichtig. 


Eine weitere herausragende ehrenamtliche Position war der Vorsitz des Landesfrauenrat Baden-Württemberg von 1994 bis 1999. Unbedingt zu erwähnen ist hier die Jungwählerinnenkampagne „Stühle frei für Frauen“ die du im Landtag von Baden-Württemberg gestartet hast.

Du hast das Thema Frauen nicht nur in kommunalpolitischen, politischen und ehrenamtlichen Ämtern vorangebracht, sondern natürlich die Chance ergriffen die politische überparteiliche Bildung von jungen Frauen durch das von dir ebenfalls 1985 initiierte Frauenkolleg bei der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie dem Mentoring-Projekt der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg „Tandem in der Politik“ Frauen fördern Frauen in der 

Kommunalpolitik“. Für dein ehrenamtliches Engagement über Parteigrenzen hinweg hast du 2010 die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen bekommen.

Bereits in den 1980er Jahren hatten wir Frauen im Ostalbkreis einen besonders herausragenden Erfolg durch deine unnachahmliche agile Arbeit: 
Du hast 1985 die Einsetzung der Stelle der Frauenbeauftragten im Ostalbkreis begleitet. Ich erinnere mich noch an die Überzeugungsarbeit die bei den Männern des Kreistags zu leisten war.

Dein Leitspruch war und ist „Die Gleichberechtigung ist eine Schnecke. Machen wir ihr Flügel“.

Diesen deinen Leitspruch hat Frau Dr. Krieger vom Verband der Landfrauen Württemberg-Baden bei unserer Gründungsfeier vom Kreisfrauenrat 2013 in ihrem Festvortrag vorangestellt. 

Wir sind stolz, dass wir dich liebe Annemarie als Patin haben und auch deinen Leitspruch weitertragen dürfen.
Zukunft bedeutet auch für uns, mehr Frauen in alle Parlamente.

Der Kreisfrauenrat macht in deinem Sinne der Gleichberechtigung Flügel! 
Denn Gleichberechtigung ist nicht das Problem, sondern sie ist die Lösung!

Unsere Ehrenurkunde mit Anstecknadel vom Kreisfrauenrat überreichen wir in großer Verbundenheit und den besten Wünschen für deine Zukunft.
 

Herzliche Grüße Margot Wagner

Frauen in Ostwürttemberg im IT-Bereich von "Frau und Beruf Ostwürttemberg"
 

Frau Susann Radmacher von "Frau und Beruf Ostwürttemberg" stellt Frauen aus den IT-Bereichen von Firmen in Ostwürttemberg mit einem Film vor.

 

Frau Susann Radmacher von Frau und Beruf Ostwürttemberg
Der Filmbeitrag wurde mit großem Interesse verfolgt.

Ladies Night 2021

Margit Stumpp moderierte und organisierte den Impulsvortrag von Frau Prof. Dr. Marsden

 

Dank an Margit Stumpp
Frau Prof. Dr. Marsden bei ihrem Impulsvortrag

Verabschiedung von unserer stellvertrenden Sprecherin Bianka Hamann

Am 24. September 2021 haben wir schweren Herzens unsere stellvertretende Sprecherin Bianka Hamann verabschiedet. Durch berufliche Veränderung zieht es sie nach Heilbronn.
Die gute Zusammenarbeit und vielen schönen Erlebnisse haben wir in einem Fotoalbum für Sie festgehalten.

 

Dr. Julia Frank beschriftet die Erinnerungsbilder im Album für Bianka Hamann

Über mutige Politikerinnen der ersten Stunde

Das Brazilkino zeigte am Sonntag eine Sondervorführung des Dokumentarfilms „Die Unbeugsamen“.

 

 

Vor nahezu vollbesetztem Saal führte Dr. Julia Frank in das Thema des Films ein. © Mayr, Thomas

Schwäbisch Gmünd.
Auf der Leinwand sorgt die Grünen-Politikerin Waltraud Schoppe gerade mit ungeschminkten Worten über Vergewaltigung innerhalb der Ehe für Johlen und Toben im Plenarsaal des Bundestags. „Was für eine mutige Frau“, flüstert eine ältere Dame in der vorletzten Reihe des Zuschauerraums. Das Brazilkino in Schwäbisch Gmünd zeigte am Sonntagvormittag den Dokumen-tarfilm „Die Unbeugsamen“.


Authentische Bilder
Eingeladen zu dieser Sondervorführung hatten die Friedrich-Naumann-Stiftung, der Kreisfrauenrat Ostalb sowie die Gmünder Volkshochschule. Vor nahezu vollbesetztem Saal führte Dr. Julia Frank in das Thema des Films ein. „In authentischen Bildern und Interviews mit Akteurinnen wird die damali-ge Wirklichkeit in der Politik gezeigt“, erzählte die Programmmanagerin der Friedrich-Naumann-Stiftung, die sich selbst jahrelang in Gemeinderat, Kreisrat und Regionalversammlung engagierte. Regisseur Torsten Körner zeige, wie die ersten Politikerinnen in der Bonner Republik dafür kämpf-ten, die im Grundgesetz verankerte Gleichstellung von Mann und Frau in der parlamentarischen Realität umzusetzen. „Es ist interessant, dass die Aufnahme dieses Paragrafen 1949 nicht der Einsicht der männlichen Kollegen geschuldet war, sondern von den vier Frauen im Parlament durchgeboxt werden musste“, erinnerte Frank. Dabei sei der Gleichstellungsanspruch auf „eine völlig unvorberei-tete Gesellschaft“ getroffen.

„Angenehm und attraktiv“
In der Nachkriegszeit habe eine starke Sehnsucht nach Normalität und Ordnung geherrscht. In der Arbeitswelt und Politik, in den Medien und in der Familie hätten die Männer die Hosen angehabt. Frauen sei nur ein Ziel zugeschrieben worden: den Mann zufriedenzustellen. „Eine Frau sollte ange-nehm, attraktiv, vornehm und schweigsam sein“, zählte Frank auf, wobei ein Schmunzeln durch das Kinopublikum ging. „Ob das den Frauen passte, spielte damals eine untergeordnete Rolle.“ Aller-dings dürfe man sie nicht nur als Opfer sehen.


„Auch viele Frauen hielten an dieser sozialen Ordnung fest.“ Die keineswegs eine natürliche sei: „Die biologische Unterscheidung zwischen Männer und Frauen nimmt sich vergleichsweise klein aus.“ Vielmehr sei der Missstand ein soziales Konstrukt, das täglich von beiden Seiten neu konstruiert werde. „Bis heute ist die gleichberechtigte Teilhabe nicht erreicht.“

Im Dokumentarfilm erzählen Persönlichkeiten wie Rita Süssmuth, Herta Däubler-Gmelin, Renate Schmid, Marie-Elisabeth Klee, Christa Nickels oder Ursula Männle von ihren Erlebnissen besonders in den 1970er und 1980er-Jahren. Ausschnitte aus Reden im Bundestag von Waltraud Schoppe, Aenne Brauksiepe oder Hildegard Hamm-Brücher, aber auch von Helmut Kohl oder Heiner Geißler ergänzen die Eindrücke. Ingrid Matthäus-Maiers Aufstieg und Austritt aus der FDP wird gezeigt, ebenso wie die Schicksale der Grünen-Politikerin Petra Kelly und Kanzlergattin Hannelore Kohl.

„Die Unbeugsamen“ läuft aktuell im Programmkino Brazil, Hirschgässle 7.
Cornelia Villani
 

Muttertagsgruß des Kreisfrauenrates Ostalb

Schwäbisch Post 11.05.2021

Gratulanten bei Annemarie Engelhardt 

Unsere Patin vom Kreisfrauenrat Ostalb e.V. Annemarie Engelhardt feierte
Anfang März 2021 ihren 80. Geburtstag

 

Zu einem kurzen Corona konformen Gratulations-Besuch waren Dr. Julia Frank, 1. Stellv. Sprecherin und
Margot Wagner, Sprecherin vom Kreisfrauenrat bei Annemarie Engelhardt vorbeigeschneit.
Trotz schlechten Wetters haben wir Annemarie unser aller guten Wünsche überbracht.

 

v.l.: Dr. Julia Frank, Annemarie Engelhardt, Margot Wagner

Kabarett mit Kopf, Herz, Hand & Fuß

Derweil ist nicht nichts passiert.... 
Landtags- und Bundestagswahlen stehen an!
 

Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Trier-Saarburg und der Gleichstellungsbeauftragen der Landkreise Bernkastel-Wittlich und Eifelkreis Bitburg-Prüm hat Marlies Blumes sechs kleine, aber sehr feine Videoclips zum Wahljahr 2021 entstanden.
Es stehen ja Landtags- und Bundestagswahlen an.
Die Videos sind für Wählerinnen – und natürlich auch für Wähler!
Schauen Sie doch mal rein! Über ein Weiterverteilen würde ich mich sehr freuen!
Ich finde, diese Botschaften müssen in die Welt hinaus. 

Das Video findet Ihr unter diesem Link
Stell Dir vor, es ist Wahl und keine geht hin – Teil 1: Ja, ich will! - YouTube

 

Viele weiter sehenswerte Video von Marlies Blume findet Ihr auf Ihrer Homepage unter Marlies Blume

Parität und Wahlen

Es gibt geeignete Frauen, die sich zur Wahl stellen!

Wir Frauen im Ostalbkreis erwarten überparteilich, dass nun nachdem das Landtagswahlrecht nicht geändert wurde, die Frauen, die sich zur Verfügung stellen auch nominiert und gewählt werden und zwar von Frauen
und Männern.

Diesmal gibt es keine Ausrede - denn wer Frauen will muss auch Frauen wählen!!!

Der Kreisfrauenrat ist auf ihre Mitgliedsfrauen und Kreis- und Gemeinderätinnen Martina Häusler,
Dr. Carola Merk-Rudolph und Daniela Dinser stolz. Diese drei Frauen wollen von ihren Partien als
Bewerberinnen für das Landtagsmandat nominiert werden. Dr. Carola Merk-Rudolph im Wahlkreis Aalen
und Martina Häusler und Daniela Dinser im Wahlkreis Schwäbisch Gmünd.
 

v.l. Martina Häusler Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Carola Merk-Rudolph SPD, Margot Wagner Kreisfrauenrat, Daniela Dinser CDU

Gegen Prostitution -

Gewalt passt nicht zur Menschenwürde!

Das Ostalb-Bündnis gegen Menschenhandel und (Zwangs-)Prostitution fordert ein Sexkaufverbot nach Nordischem Modell!

Für Vielfalt! Für Demokratie!

Gegen rechte Gewalt!

Aktionen der Omas gegen Rechts in der Aalener Innenstadt am 9. Mai 2020

Besuch der Vorstandsfrauen vom Kreisfrauenrat im Miedermuseum Heubach

Verabschiedung von Angelika Möricke mit bestem Dank für Ihre Arbeit im Vorstand des Kreisfrauenrat Ostalb e.V.

Kreisfrauenrat Ostalb als Blaupause für tunesische kommunale Mandatsträgerinnen

Frauennetzwerke in Tunesien. Sechste von rechts Dr. Julia Frank

Frauennetzwerke als Schlüssel zu mehr gelebter Demokratie

Kreisfrauenrat Ostalb als Blaupause für tunesische kommunale Mandatsträgerinnen

Allen Bemühungen zum Trotz sind Frauen in politischen Gremien in Deutschland nach wie vor stark unterrepräsentiert. Diesen Zustand insbesondere auf kommunaler Ebene zu ändern haben sich im Jahr 2013 Bürgerinnen und Organisationen unserer Region zum „Kreisfrauenrat Ostalb“ zusammengeschlossen. So entstand ein Netzwerk, das mit seinen Forderungen und Vorschlägen auf der politischen Ebene Gehör findet und in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Und nicht nur hier: In der jungen tunesischen Demokratie diskutieren kommunale Mandatsträgerinnen am Vorbild des Kreisfrauenrats Ostalb, wie durch eine Vernetzung der Einfluss von Frauen bei politischen Entscheidungen gestärkt werden kann.

Bedingt durch Vorgaben des tunesischen Wahlrechts haben Frauen bei der Kommunalwahl in letzten Jahr zwar
47 % der Mandate errungen – für deutsche und nicht zuletzt auch baden-württembergische Verhältnisse, wo es in Oberkochen sogar einen frauenfreien Gemeinderat gibt, eine geradezu traumhafte Quote. Aber weder die  Frauen noch die Männer in diesem vorherrschend patriarchalisch geprägten Land waren auf eine solche Präsenz vorbereitet. Als Einzelkämpferinnen lässt sich diese Situation nicht verbessern, zur Netzwerkbildung fehlen den Frauen aber Vorbilder.
Die vor Ort tätige, dem Bundesentwicklungshilfeministerium unterstehende „Gesellschaft für industrielle Zusammenarbeit“ (GIZ) bot ihre Hilfe an. Auf ihre Einladung hin diskutierten drei Vertreterinnen des bundesweiten frauenpolitischen „Helene-Weber-Netzwerks“ – unter ihnen die Lorcherin Dr. Julia Frank – mit tunesischen Mandatsträgerinnen, wie der Aufbau eines solchen Frauennetzwerks in Tunesien gelingen könnte – entweder als nationale Lösung „von oben“ oder als regionale Lösung „von unten“.
Als stellvertretende Vorsitzende des Kreisfrauenrats Ostalb konnte Julia Frank sehr konkrete Vorschläge für eine Lösung „von unten“ machen und vorhandene Materialien dieses Gremiums überreichen. Es wurde die Idee ins Spiel gebracht, nach diesem Vorbild ein regionales Netzwerk in Tunesien mit Unterstützung des Helene-Weber-Netzwerks aufzubauen – quasi ein deutsch-tunesisches Netzwerk. 

Der Gedankenaustausch wurde von allen Teilnehmerinnen als so vielversprechend angesehen, dass er weiter fortgeführt werden soll.

 

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